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1:1-Mentoringprogramm

 

Gerade zu Beginn ihrer Laufbahn brauchen Schriftsteller*innen Unterstützung. Sie brauchen Ermutigung so sehr wie den souverän-kritischen Blick auf ihre Arbeit, Rat in künstlerischen und praktischen Fragen, sie brauchen Fürsprache. Für all das wollen die nordrhein-westfälischen Literaturbüros in Düsseldorf und Bonn mit „1 : 1“ in NRW den Rahmen schaffen, in dem ein*e erfahrene*r, renommierte*r Autor*in ein Jahr lang mit einer Nachwuchsautorin, einem Nachwuchsautor zusammenarbeitet.

„1 : 1“ soll die Entwicklung besonders begabter NRW-Nachwuchsautor*innen und ihrer aktuellen Arbeiten fördern. Neben der Betreuung durch den Mentor finden die Mentees im zuständigen Literaturbüro Ansprache und Unterstützung. Nicht zuletzt mit zwei abschließenden, honorierten Veranstaltungen in Bonn und Düsseldorf, in denen die beteiligten zwei Mentees und ihre Mentoren die gemeinsame Arbeit vorstellen, fördert oder verstärkt das Mentoringprogramm die Vernetzung und Bekanntheit der Mentees in der Region und darüber hinaus.

Die besondere Qualität des Modells entfaltet sich in der Freiheit und Flexibilität der Eins-zu-eins-Betreuung: Anders als in zahlreichen Schreibakademien und -werkstätten genießen die Mentees die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Mentorin / ihres Mentors. Austausch und gemeinsame Arbeit folgen weder Studienplan noch Gruppenkonsens, sondern den individuellen Bedürfnissen der Mentees und den Besonderheiten ihrer Schreibprojekte. Die Mentor*innen wiederum sind nicht institutionell eingebunden, sondern allein der Idee der kontinuierlichen persönlichen Betreuung, des verantwortungs- und vertrauensvollen Kompetenztransfers verpflichtet.

5. Mentorat
Durchführungszeitraum: 01.11.2022 - 31.10.2023 (12 Monate)

Bewerbungen ab sofort möglich
Einsendeschluss / Bewerbungsfrist: 31.05.2022

Die Mentorinnen sind:

Lütfiye Güzel (Lyrik)
Husch Josten (Roman / Erzählungen)

Bewerben können sich in NRW ansässige Autor*innen (Hauptwohnsitz) ausschließlich in Papierform. Voraussetzungen, Kontaktdaten und die notwendigen Unterlagen finden Interessierte in der Ausschreibung.

Über die Mentorinnen:
Lütfiye Güzel, 1972 in Duisburg geboren und zwischen Ruhrgebiet und Berlin unterwegs, ist Dichterin und bringt seit 2014 Gedichte, Blackouts, Cut-ups und Poetry-Clips unter ihrem eigenen Label go-güzel-publishing heraus. Sie wurde unter anderem 2017 mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit gestaltet sie Literaturwerkstätten für Jugendliche.

Husch Josten, geboren 1969 in Köln, studierte Geschichte und Staatsrecht in ihrer Heimatstadt und in Paris, wo sie auch als Journalistin volontierte. In Köln, Paris und London schrieb sie für Tageszeitungen und Magazine. Zeitgleich entstand ihr Romandebüt „In Sachen Joseph“, das 2011 für den aspekte-Literaturpreis nominiert war. In der Folge erschienen weitere Romane, zuletzt „Eine redliche Lüge“ (2021) und ein Erzählungsband. 2019 wurde Husch Josten mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet.

4. Mentorat (01.11.2021-31.10.2022):

Horst Eckert entschied sich für den Kölner Daniel Faßbender und sein Romanprojekt mit dem Arbeitstitel „Surf Noir“. Darin wird die Geschichte eines ehemaligen deutschen Surfprofis erzählt, dessen Leben auf einer philippinischen Insel sich um Surfen, Alkohol und das Vergessen dreht. Widerwillig nimmt er den Auftrag einer reichen Spanierin an, nach ihrem verschwundenen Sohn zu suchen, und gerät in einen Sumpf aus Drogenhandel und Korruption. Horst Eckert: „Daniel Faßbender verleiht dem alten Genre der hardboiled Detektivgeschichte neuen Schwung. Überzeugend sind vor allem die Figurenkonstellation und das Setting – das tropische Urlaubsparadies, in dem Verbrecher um die Herrschaft ringen und auf das eine ebenso skrupellose Regierung im fernen Manila ihre Schatten wirft.“

Marion Poschmann wählte die Düsseldorferin Vera Vorneweg und ihr Schreibprojekt mit dem Arbeitstitel „Geländeprosa“. Seit einiger Zeit erkundet Vera Vorneweg die Peripherie Düsseldorfs, indem sie mit allen U-Bahn-Linien bis zu den Endhaltestellen fährt und sich dort in der „Wildnis der Stadt“ verliert. Ihre unzähligen Eindrücke hält sie handschriftlich fest. Marion Poschmann: „Vera Vornewegs Text ist eine Expedition in vertrautes und unvertrautes Gelände zugleich. Er schildert eine körperlich unternommene Reise, legt jedoch besonderes Augenmerk auf die Konstruktion von Wahrnehmung und auf ihre sprachliche Verfaßtheit. Er stellt das Subjekt behutsam in Frage, zieht sich aber nicht ins Philosophische zurück. Er nimmt einen Standpunkt ein, nicht indem er wertet, sondern indem er nicht übersieht. So entsteht auch ein Bewußtsein für gesellschaftliche Prozesse und Verwerfungen.“

 

3. Mentoring (2020/2021):

Ulrike Anna Bleier begleitete Mentee Nora Schramm und ihr Prosa-Projekt „Über das Fliegen im Wasser“ (Arbeitsstitel) über Frauen und Kunst. David Wagner unterstützte Mentee Jennifer Segebrecht und deren Romanprojekt „Muttertage“.

Die Abschlussveranstaltung fand corona-bedingt digital statt.


2. Mentoring (2019/2020):
Für das Mentoring konnten der Schriftsteller und Illustrator Martin Baltscheit (Genre: Kinderroman) und der Schriftsteller Gunther Geltinger (Genre: Roman) gewonnen werden.
Martin Baltscheit begleitet Svenja Kretschmer bei deren Kinderbuch-Projekt „Tom und die Sterne“ (Arbeitstitel).
Gunther Geltinger arbeitet mit Eva Zielasko an deren Romanvorhaben „Das hungrigste Tier“ (Arbeitstitel).

Die Abschlussveranstaltung fand corona-bedingt digital statt.

 

1. Mentoring (2018/2019):
Mit der Schriftstellerin Mariana Leky und dem Schriftsteller Norbert Scheuer fanden die Büros erfahrene Mentor*innen, die den/die Nachwuchsautor*in ein Jahr lang begleiten.
Mariana Leky arbeitete mit Lisa Sommerfeldt (Bonn) an deren Projekt „schattenbilder / schlaglichter.europa“ (Arbeitstitel).
Norbert Scheuer arbeitete mit Isabella Ayuto (Köln) an deren Romanprojekt „Die Freiheit des Fallens“ (Arbeitstitel).

In zwei gemeinsamen Abschlussveranstaltungen in Düsseldorf (23.5.2019) und Bonn (24.5.2019) präsentierten die Autorinnen Auszüge aus den Manuskripten und diskutierten mit ihren Mentor*innen über die Zusammenarbeit.