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Hier finden Sie das gesamte Programm der NRW Schreibakademie
nrw_schreibakademie_2021

Freitag, 1. April & Samstag, 2. April 2022, 10.00 – 17.00 Uhr
Flanieren und Fabulieren - Schreiben über die Stadt
Leitung: Anna Katharina Hahn
Literaturbüro NRW Düsseldorf
Teilnahmegebühr: 90,- €
Anmeldung: maren.jungclaus@literaturbuero-nrw.de

Paris, Berlin, New York, Wien - große Städte sind oft der Schauplatz großer Literatur. Wir bewegen uns lesend in den Metropolen der Welt und lernen sie dadurch kennen, ohne reisen zu müssen. Oft wird die Stadt mit ihrer besonderen Atmosphäre zur heimlichen Heldin eines Romans. Wie funktioniert das? An diesem Wochenende wollen wir nicht nur gemeinsam literarische Beispiele für (Groß)stadtliteratur betrachten, sondern vor allem gemeinsam schreiben. Was zeichnet meine Stadt als Handlungsort aus? Wie kann ich ihr besonderes Flair schreibend einfangen? Dabei werden wir uns unserem Thema durch verschiedene Schreibübungen nähern und auch kleine Spaziergänge machen, um die Wahrnehmung zu schulen.

Anna Katharina Hahn publizierte wissenschaftliche und literarische Texte sowie zwei Bände mit Erzählungen. 2009 erschien ihr erster Roman Kürzere Tage; es folgten Am Schwarzen Berg (2012), der die Auswirkungen das die Wirtschaftskrise in Spanien thematisierende Buch Das Kleid meiner Mutter (2016) und 2020 der Familienroman Aus und davon. In den Büchern Hahns bildet die Stadt keine beliebige geografische Kulisse, sondern ist eng mit der Romanhandlung verflochten.

Freitag, 4. November & Samstag, 5. November, 10.00 – 17.00 Uhr
Biographisches Material und literarische Arbeit
Leitung: Yannic Han Biao Federer
Literaturbüro NRW Düsseldorf
Teilnahmegebühr: 90,- €
Anmeldung (mit fünf Seiten erzählender Prosa, die Sie in autofiktionaler Perspektive diskutieren möchten) bei:
marenjungclaus@literaturbuero-nrw.de

Autofiktionales Erzählen, so liest man, sei eine eigenartige Mischform, angesiedelt irgendwo zwischen Autobiographie und Fiktion, zwischen wirklich Wahrem und frei Erfundenem. Aber ist es überhaupt möglich, von sich zu erzählen, ohne in sinnstiftende Überformungen abzugleiten, in dramatisierende Inszenierungen und relativierende Rechtfertigungen? Und ist es umgekehrt möglich, absolut frei zu erfinden, ohne doch ein Quäntchen wahrer Begebenheiten einzuflechten? Vielleicht also ist die komplex verzahnte Hybridform weniger problematisch als die scheinbar so reinlich getrennten Pole, in deren Mitte sie sich bildet? Diesen und anderen Fragen gehen wir im Seminar nach, ganz praktisch und konkret versuchen wir uns am autofiktionalen Schreiben, und sprechen darüber, was das sein könnte: biographisches Material und literarische Arbeit.
Yannic Han Biao Federer schreibt Romane und Erzählungen, Essays und Rezensionen, u.a. für Deutschlandfunk, WDR und SWR; an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn unterrichtet er literarisches Schreiben. Sein Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ ist 2019 im Suhrkamp Verlag erschienen, sein zweiter Roman „Tao“ erscheint ebenda im März 2022.
Zur vorbereitenden Lektüre geeignet:
Isabelle Lehn: „Frühlingserwachen“ (S. Fischer 2019)
Max Frisch: „Montauk“ (Suhrkamp 1975)
Frank Zipfel: „Autofiktion. Zwischen den Grenzen von Faktualität, Fiktionalität und Literarität?“ (in: Grenzen der Literatur, hg. v. Simone Winko et al., de Gruyter 2009, S. 285-314).

 

Termine:

Freitag, 1. April & Samstag, 2. April 2022, 10.00 – 17.00 Uhr
Flanieren und Fabulieren - Schreiben über die Stadt
Leitung: Anna Katharina Hahn

Freitag, 4. November & Samstag, 5. November, 10.00 – 17.00 Uhr
Biographisches Material und literarische Arbeit
Leitung: Yannic Han Biao Federer

Die Veranstaltungen sind Teil der Schreibakademie NRW 2021