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04.11.2022

10:00 Uhr
Literaturbüro NRW

Eintrag

Seminar mit Yannic Han Biao Federer: "Biographisches Material und literarische Arbeit"

Freitag, 4. November & Samstag, 5. November, 10.00 – 17.00 Uhr
Literaturbüro NRW Düsseldorf
Teilnahmegebühr: 90,- €

Anmeldung (mit fünf Seiten erzählender Prosa, die Sie in autofiktionaler Perspektive diskutieren möchten) bei: marenjungclaus@literaturbuero-nrw.de

Autofiktionales Erzählen, so liest man, sei eine eigenartige Mischform, angesiedelt irgendwo zwischen Autobiographie und Fiktion, zwischen wirklich Wahrem und frei Erfundenem. Aber ist es überhaupt möglich, von sich zu erzählen, ohne in sinnstiftende Überformungen abzugleiten, in dramatisierende Inszenierungen und relativierende Rechtfertigungen? Und ist es umgekehrt möglich, absolut frei zu erfinden, ohne doch ein Quäntchen wahrer Begebenheiten einzuflechten? Vielleicht also ist die komplex verzahnte Hybridform weniger problematisch als die scheinbar so reinlich getrennten Pole, in deren Mitte sie sich bildet? Diesen und anderen Fragen gehen wir im Seminar nach, ganz praktisch und konkret versuchen wir uns am autofiktionalen Schreiben, und sprechen darüber, was das sein könnte: biographisches Material und literarische Arbeit.
Yannic Han Biao Federer schreibt Romane und Erzählungen, Essays und Rezensionen, u.a. für Deutschlandfunk, WDR und SWR; an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn unterrichtet er literarisches Schreiben. Sein Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ ist 2019 im Suhrkamp Verlag erschienen, sein zweiter Roman „Tao“ erscheint ebenda im März 2022.

Zur vorbereitenden Lektüre geeignet:
Isabelle Lehn: „Frühlingserwachen“ (S. Fischer 2019)
Max Frisch: „Montauk“ (Suhrkamp 1975)
Frank Zipfel: „Autofiktion. Zwischen den Grenzen von Faktualität, Fiktionalität und Literarität?“ (in: Grenzen der Literatur, hg. v. Simone Winko et al., de Gruyter 2009, S. 285-314).