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Tomer Gardi, Liefern

Porträt

Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten.  Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, arbeitet als Lieferant. Er will genug Geld sammeln, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Sein Job ist immer in Gefahr, er hat keine Arbeitserlaubnis und fährt unter falschem Namen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum, die zu einem Austauschsemester nach Delhi reist, wo sie sich in den Argentinier Ramón verliebt. Der Erzähler fährt nach Istanbul, um nach einer Gaunerei bei einem Literaturpreis das Preisgeld zu verprassen. Und in Buenos Aires muss Ramóns Mutter mit der Abwesenheit ihres Sohnes fertig werden. 
"Liefern" erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit.
Die Lesung findet statt in der Fotoausstellung "Hinter dem Mittelmeer", in der Mirco Keilberth Menschen in Syrien, dem Libanon, Tunesien, Libyen, dem Sudan und Westafrika porträtiert, die sich auf den Weg gemacht haben, freiwillig zurückgekehrt sind oder fliehen mussten und dokumentiert deren heutige Lebenssituationen.
Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

Foto (c): Anne Birkenhauer

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.

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