19:00 Uhr
Nilson
Martinstraße 58
40223 Düsseldorf
Eintritt: 10€/8€ erm.
Selim Özdoğans neues Buch spielt in seiner Heimatstadt Köln am Anfang der 80er Jahre: Baran Konaks Vater Merter ist Vorarbeiter auf dem Bau, doch freitagabends tauscht er den Blaumann gegen einen dunkelgrünen Anzug mit Schlag. Die Großmutter Berfin spricht weder Türkisch noch Deutsch, versteht sich aber mit allen. Als Familie Konak ausgerechnet in ein besetztes Haus zieht, prallt ihre Welt auf alternativeLebensentwürfe. Es wird debattiert, demonstriert, geflucht; zwischen Plenum und Häuserkampf entsteht eine Gemeinschaft, die es eigentlich nicht geben dürfte. Die Musikerin Dila Yavuz setzt dazu die passen- den Akzente am Klavier, sodass Literatur und Klang zu einem Gesamterlebnis verschmelzen.
Selim Özdogan, geboren 1971, hat seit seinem Debütroman »Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist« (1995) zahlreiche Romane, Erzählungen und Hörbücher veröffentlicht. Er wurde unter anderem mit dem Stipendium des Deutschen Literaturfonds, dem Hohenemser Literaturpreis und dem Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet und 2016 zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen.