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Literarischer Sommer: Karosh Taha, "Gulîstan"

Autorenporträt

Karosh Taha stellt ihre Sprache der Wirk­macht von Krieg, Hass und Unfreiheit ent­gegen.„Gulîstan“ heißt die Protagonistin von Karosh Tahas drittem Romans. Sie lebt als Kurdin in einem Land, das sie anfeindet. Für ihre Sprache, ihr Denken, für ihr ganzes Sein. Unter dem diktatorischen Regime Saddam Husseins führt sie, als Kurdin verfolgt, ein Schattendasein. Als ihr Mann Çiya ver­schwindet, wird ihr das Ausmaß ihrer Ohnmacht in aller Brutalität vor Augen geführt. Bei der Wiederbegegnung steckt er in der Uniform des irakischen Diktators, als dessen Doppelgänger. Gulîstan wird verhaftet und verliert zunehmend ihren Verstand - nicht aber ihre Widerstandskraft. 
Karosh Taha schreibt über Angst und Unterdrückung, die Grausamkeit eines paranoiden Systems und den Wiederstand durch Erzählen.
Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW

Foto (c): Mina Amiri

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