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Canberk Köktürk „Fascholand“

canberk köktürk
© Otto Caputo

In Fascholand begibt sich Canberk Köktürk auf eine autobiographisch-investigative Reise durch ein Deutschland, das nicht nur Menschen mit Migrationsgeschichte das Fürchten lehrt. Seine erzählerisch angelegte Ermittlungsakte untersucht subjektiv und temporeich die Lage der Nation. Hass und Hetze, Rechtsruck und Rassismus vergiften das Land und treiben es an den Abgrund.

Köktürk sammelt Indizien, spricht mit Betroffenen und trägt Wissen von Expert:innen zusammen. Sein launiger und mit beißendem Humor getränkter Ton hilft zu verstehen, wie gefährlich die Lage geworden ist: Unser Land inszeniert sich als wehrhafte Demokratie, setzt aber den strukturellen Problemen und der Radikalisierung im politischen Diskurs nichts entgegen. Ein rasanter und rasend wichtiger Text, der trotz der düsteren Diagnose Spaß zu lesen macht.

Canberk Köktürk wurde 1990 im Ruhrgebiet als Kind einer türkischen Gastarbeiter*innenfamilie geboren. Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen, das er aus familiären Gründen abbrach. Später folgte ein Bachelor in Politikwissenschaften an derselben Universität.

Während des Studiums schrieb er unter anderem für die Studierendenzeitung, die taz und ZEIT Online.  Später arbeitete er für TV- und Internetformate wie ZDF Magazin Royale, Lass dich überwachen und smypathisch. Aktuell ist er in Writers Rooms an Serien und Filmen beteiligt.

Veranstalter*innen: zakk, Literaturbüro NRW

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