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Henning Ahrens: Mark Dunn, Nollops Vermächtnis
Montag, 20. September, 19.30 Uhr
Verein zur Erhaltung des Xantener Domes e.V./Rokokosaal
Kapitel 10
46509 Xanten
Wenn ein Autor es auf sich nimmt, die eigene Sprache Buchstabe um Buchstabe zu reduzieren und mit dem verbleibenden Rest einen trotzdem sinnvollen Text zu produzieren, dann scheinen die Grenzen des Übersetzens erreicht zu sein. Henning Ahrens hat diese Grenze überwunden und den für unübersetzbar geltenden Text Ella Minnow Pea/Nollops Vermächtnis aus dem Englischen ins Deutsche übertragen:
Ein diktatorisches Regime verbietet den Einwohnern der kleinen Insel Nollop die Verwendung von immer mehr Buchstaben.
Die Gemeinde wird auf diese Weise nach und nach ihrer Kommunikationsfähigkeit beraubt, doch eine Gruppe leistet Widerstand. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn das Verbot von immer mehr Buchstaben zwingt die Nolloper, immer abenteuerliche Vokabelvolten zu schlagen, um sich überhaupt noch verständigen zu können.
Henning Ahrens hat sich der Aufgabe gestellt, für diese absonderlichen Wortschöpfungen deutsche Entsprechungen zu finden und gleichzeitig dem Sinn des Originals gerecht zu werden.
Die Geschichte stellt raffiniert und humorvoll den Aberwitz totalitärer Regime dar und ist zugleich ein Plädoyer für die Notwendigkeit einer vielschichtigen und nuancenreichen Sprache.
Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller und Übersetzer Henning Ahrens lebt in Handorf bei Hannover. Neben Übersetzungen aus dem Englischen (u.a. Fergus Flaming) schreibt er Prosa und Lyrik
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