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Auf dem Windrad fährt der Wind Rad: Ramón Gómez de la Sernas Anti-Aphorismen und die Übersetzbarkeit des Unübersetzbaren.
Studiengang Literaturübersetzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Veranstaltung wird präsentiert von Dr.
Vera Elisabeth Gerling und Studentinnen des Studiengangs: Sonja Fink, Nadine Mutz, Marie-Christin Starck und Karolin Viseneber.
Mittwoch, 13. Oktober, 20.00 Uhr
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Straße 12-14
40213 Düsseldorf
„Aphorismus: Der Augenblick der Sprache.“ Diese Definition von Stanislaw Jerzy Lec ist wohl eine der treffendsten für eine sprachliche
Kurzform, die wohl wie keine andere an Assoziationen und ein gemeinsames kulturelles Gedächtnis gebunden ist.
Im Aphorismus wird ein komplexer Gedankengang in allerkürzester Form ausgedrückt, oft handelt es sich um minimale Wortveränderungen
oder ganz leichte Verschiebungen innerhalb der gewohnten Semantik, die dem aphoristischen Satz seinen Sinn geben. Eine sprachliche
Kunstform, an der sich Übersetzer die Zähne ausbeißen, enge Freundschaften sollen schon zerbrochen sein bei der Diskussion um eine
auch nur annähernd dem Original entsprechende Übertragungsmöglichkeit.
Ramón Gómez de la Serna (1888-1963), spanischer Journalist und Schriftsteller, erfand die so genannten „Greguer?as“: Un-Sinnsprüche,
in denen die Sprache selbst zum Thema wird und kuriose Wortspiele menschliche Verhaltensweisen entblößen. Übersetzen wird hier im
kreativen Prozess vorgestellt, wobei der Begriff der „Textreue“ unweigerlich zur Diskussion gestellt werden muss.
Der Düsseldorfer Diplomstudiengang Literaturübersetzen ist ein Vollstudiengang, der Literaturübersetzerinnen und –übersetzern
eine adäquate Ausbildung vermitteln soll. Großer Wert wird gelegt auf einen ausgewogenen Praxis- und Theoriebezug. Als
Ausgangssprachen können in Düsseldorf die auf dem Buchmarkt am meisten gefragten Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und
Französisch gewählt werden. Zu Gast sein werden an diesem Abend die Studentinnen Sonja Fink, Nadine Mutz, Marie-Christin
Starck und Karolin Vieseneber mit ihrer Dozentin Dr. Vera Elisabeth Gerling.
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