logo literaturbuero nrw
literaturbuero adresse
 

über uns
projekte
termine
literaturtelefon
literaturleben
publikationen
was bleibet
faq
links
kontakt

 


Termine des Literaturbüros

Aktuelles aus dem Literaturbüro - der Februar

Liebe Freundinnen und Freunde des Literaturbüros,

wir hoffen, dass Sie trotz oder gerade wegen Karneval Zeit für gute Literaturtermine haben und freuen uns, Ihnen folgende Veranstaltungen präsentieren zu können:

Dienstag, 14. Februar um 20 Uhr
Frisch gepresst:
Dr. Herbert Schmidt (Hrsg.) stellt vor:
„Ist es Freude, ist es Schmerz“ – Gedichte von jüdischen Autorinnen und Autoren

Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz 1
Eintritt frei

Die umfassende Standard-Anthologie mit mehr als 1.000 Gedichten und Biografien von mehr als 300 deutschsprachigen jüdischen Autorinnen und Autoren lädt ein zur Lesereise durch die Welt einer Poesie, die von einem besonderen Doppelcharakter, nämlich dem Schmerz über Ausgrenzung und Verfolgung, aber auch der Freude an dichterischer Gestaltung geprägt ist. Der Herausgeber, Dr. Herbert Schmidt, verbindet mit seiner Anthologie nicht nur eine literarisch-ästhetische Intention, sondern auch ein kulturpolitisches Ziel: Die Bewahrung des von deutschsprachigen Juden geschaffenen humanistischen Erbes.
Der Herausgeber, der Düsseldorfer Historiker Dr. Herbert Schmidt, promovierte 1997 an der Heinrich-Heine-Universität über das Thema „Die nationalsozialistische Sondergerichtsbarkeit im Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf 1933 bis 1945“. Seither sind von ihm zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema NS-Justiz und NS-Rassenpolitik in Deutschland er¬schienen. Besondere Beachtung fanden die Dokumentationen „Der Elendsweg der Düsseldorfer Juden – Chronologie des Schreck¬ens 1933-1945“ (2005) und „Todesurteile in Düsseldorf 1933-1945“ (2008).

Ca. 1.300 Seiten. Mit einem Covermotiv von Gerhart Richter, einem Nachwort von Prof. Joseph A. Kruse und einem Vorwort von Stéphane Hessel.
Moderation: Michael Serrer


22. Februar 2012, 19. 15 Uhr
Ein herrlicher Flecken Erde – Lesung mit Radka Denemarková
Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstraße 90
Eintritt frei

Radka Denemarkovás Buch erzählt von einer Heimkehr, die misslingt. Die 16-jährige Gita Lauschmannova kommt im Sommer 1945 zurück in ihr böhmisches Heimatdorf. Anders als ihre Eltern hat sie die Deportation nach Auschwitz überlebt. Doch ihr Zuhause ist nun im Besitz fremder Menschen, da ihr ermordeter deutsch-jüdischer Vater als angeblicher „Kollaborateur“ enteignet wurde. Angesichts der ihr entgegen schlagenden Feindseligkeit flieht Gita aus dem Dorf – und kehrt 60 Jahre später abermals zurück. Die Vergangenheit läßt weder sie noch die Dorfbewohner los …

Radka Denemarková ist ein höchst eindringliches Buch über die Verstrickung eines tragischen persönlichen Schicksals mit den schlimmsten Verwerfungen der deutsch-tschechischen Geschichte gelungen. Peter Demetz, der den Band für die Frankfurter Allgemeine Zeitung besprochen hat, hat festgestellt, die Autorin begebe sich darin „unerschrocken auf die Suche nach der Wahrheit über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit“. Alena Wagnerova erklärte als Rezensentin für die Neue Zürcher Zeitung ihren Respekt davor, „mit welcher Kraft und Passion sich die tschechische Autorin eines Tabuthemas angenommen hat.“
Radka Denemarková wurde 1968 in Kutná Hora (Kuttenberg) in Mittelböhmen geboren. Sie studierte Germanistik und Bohemistik an der Prager Karls-Universität, wo sie 1997 promoviert wurde. Sie war tätig am Institut für Tschechische Literatur der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Sie arbeitet jetzt als Übersetzerin deutscher Literatur ins Tschechische. Darüber hinaus ist Radka Denemarková als Medienberaterin und Autorin für Literaturzeitschriften tätig. Bei „Ein herrlicher Flecken Erde“ handelt es sich um ihren zweiten Roman, der 2006 zunächst in tschechischer Sprache erschienen ist. Dafür erhielt sie 2007 den renommierten Literaturpreis Magnesia Litera.

Veranstaltet gemeinsam mit dem Tschechischen Zentrum Düsseldorf.
Die Moderation des Abends übernimmt Michael Serrer.


Donnerstag, 23. Februar 2012, 19.30 Uhr
Eine Stunde mit .... Staffan Holm
Heinrich-Heine- Institut 12-14
Eintritt frei

Seit einem halben Jahr ist Staffan Holm Generalintendant am Düsseldorfer Schauspielhaus, vorher hat er als Intendant in Stockholm und Malmö gearbeitet. Im Gespräch mit Michael Serrer, dem Leiter des Literaturbüros NRW, wird er erzählen, wie er sich am Rhein eingelebt hat, was seine weiteren Pläne sind und wie er überhaupt dazu kam, Theaterstücke zu inszenieren. Auch von Peter Stein, von Fußball und von Handy-Klingeltönen wird die Rede sein.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr
Team des Literaturbüros NRW

Heike Funcke
Maren Jungclaus
Michael Serrer
Anne-Christine Hoegen (Praktikantin)