| |





































|
Nähe und Ferne
Im vierten Jahr dieser Veranstaltungsreihe möchte das Literaturbüro NRW
gemeinsam mit dem Heinrich-Heine-Institut, dem Kulturamt der
Landeshauptstadt Düsseldorf und der Literaturhandlung Müller und Böhm
Autorinnen und Autoren unserer Stadt einladen, die sowohl ihre eigene
neueste Literatur vorstellen als auch ein besonderes Interesse an einer
Autorin / einem Autor des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf haben, an die / den
sie erinnern wollen.
Mo., 10. November 2008, 19.30 Uhr im Heinrich-Heine-Institut:
Amy-Diana Colin und Daniel Hoffmann /
Rose Ausländer und Edith Silbermann
In der Reihe „Nähe und Ferne“ erinnert das Heine-Institut an zwei große
jüdische Autorinnen, die im 20. Jahrhundert in Düsseldorf eine bedeutende
Rolle gespielt haben. Prof. Dr. Amy-Diana Colin, USA, und Prof. Dr. Daniel
Hoffmann, Düsseldorf, stellen das Werk von Rose Ausländer und Edith
Silbermann vor und verweisen auf Verbindungen zum eigenen
schriftstellerischen Werk. Die Veranstaltung ist zugleich Gedenkfeier für
Edith Silbermann, die am 10. November 1921 in Czernowitz geboren wurde, die
über Rose Ausländer geschrieben und wie sie ihren Lebensabend im
Nelly-Sachs-Haus verbracht hat.
Mo., 24. November 2008, 19.30 im Literaturbüro NRW:
André-Michael Bolten und Ralf Blaha /
André Ronca
Der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti sagte einmal: "Ich komme von den
Rufen her." In der zeitgenössischen Literatur ist das Moment der
Mündlichkeit wieder sehr stark worden; die "spoken poetry" feiert überall
Triumphe.
Der Düsseldorfer Autor André Bolten hat die Gattung des "poetry slam" nach
Deutschland gebracht und hier etabliert. Er und der furiose Performer Ralf
Blaha, der immer wieder auf dem Bücherbummel präsent ist, werden an diesem
Abend eigene Texte präsentieren und an den vor 11 Jahren gestorbenen
Literaturförderpreisträger André Ronca erinnern, mit dem beide gemeinsam
aufgetreten sind.
Mi., 10. Dezember 2008, 19.30 in der Literaturhandlung Müller und Böhm
Martin Baltscheit und Gisbert Haefs /
Rudyard Kipling
Nähe und Ferne - die Grenze dazwischen verläuft perspektivisch, will man
eins vom anderen trennen, steht man plötzlich im undurchdringlichen Dickicht
der Frage nach dem eigenen Standpunkt. Das wusste Heine und das wusste auch
Rudyard Kipling, der den exotischen Aspekt des Spiels zwischen nah und fern
in das weltbekannte Dickicht des Dschungelbuchs und die Existenz zwischen
Zivilisation und Natur überführte - nicht ohne Grund zitiert er in seiner
ältesten Mowgli-Geschichte „In the Rukh“ Heinrich Heine. Der in Düsseldorf
lebende Autor, Zeichner, Schauspieler und Sprecher Martin Baltscheit kennt
als Illustrator die Magie des perspektivischen Denkens - im Heine Haus zeigt
er mit seinem neuen Dschungelbuch seine ganz eigene Sichtweise auf das
menschliche Sein im Grenzgebiet zwischen Natur und Kultur. Die neue
Übersetzung stammt vom niederrheinischen Schriftsteller Gisbert Haefs, der
sich an diesem Abend mit Martin Baltscheit über Dschungel(buch)fragen
unterhalten wird.
|
|