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Die Veranstaltungen

"In der Erinnerung" in der Zeitung

In Kürze beginnt in der "Rheinischen Post" der Abdruck des gesamten Romanes von Dieter Forte: "In der Erinnerung" in Fortsetzung. Bei 366.000 Abonnenten, einer Gesamtauflage von knapp 428.000 Exemplaren und einer Leserzahl von 1.217.000 Menschen gibt es keine bessere Chance das Ziel zu erreichen: Düsseldorf liest ein Buch.

In der Septemberausgabe des Obdachlosenmagazins fifty-fifty erscheint ein Romanauszug.


Auftaktveranstaltung

18. September, 20.00 Uhr im Palais Wittgenstein
Grußworte des nordrhein-westfälischen Kulturministers, Dr. Michael Vesper, und eines Vertreters der Stadt Düsseldorf
Vortrag von Volker Hage (DER SPIEGEL): „Zeuge der Zerstörung. Dieter Forte und der Luftkrieg“
Lesung aus „In der Erinnerung“

Nach den Begrüßungsworten und einer Vorstellung des Projektes „Düsseldorf liest ein Buch“ durch den Leiter des Literaturbüros, Michael Serrer, wird es Volker Hage, Literaturredakteur beim „Spiegel“, sein, der in das Thema „Bombenkrieg und Literatur“ einführt. Er ist u.a. Herausgeber von Dieter Fortes Band „Schweigen oder Sprechen“(Miniaturen, Rezensionen, Interview; 2002). In diesem Jahr erschienen im S. Fischer Verlag zwei seiner Bücher: die Anthologie „Hamburg 1943. Literarische Zeugnisse zum Feuersturm“( Hrsg. Volker Hage) und der Band „Zeugen der Zerstörung. Die Literaten und der Luftkrieg“; hier wertet Hage in Essays und Gesprächen u.a. mit Bernhard, Enzensberger und Grass erstmals systematisch die Zeugnisse deutschsprachiger Schriftsteller zum Thema aus.
Um den Zuhörern anschließend einen ersten Eindruck von Dieter Fortes Werk zu vermitteln, folgt eine Lesung aus „In der Erinnerung“: ein Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses trägt ausgewählte Romanpassagen vor.



Leopardenzeit
Bilder von Ingrid Mizsenko zu einem Text von Dieter Forte

Eröffnung 19. September 2003, 19:00 Uhr
Laufzeit 20.September bis 26.Oktober 2003

“Am Anfang, so heißt es in den alten Büchern, schuf Gott Himmel und Erde, und weil es ihm so leicht von der Hand ging wie ein Murmelspiel, und er nicht rechtzeitig aufhören konnte wie alle Kinder, die spielen, schuf er auch noch den Menschen nach seinem Ebenbild, so die alten Bücher.” (Dieter Forte)

Das “Thema Mensch” mit seinen Eitelkeiten, Aggressionen und seinem Streben n ach Höherem hat die Düsseldorfer Künstlerinnen Ingrid Mizsenko in 25 Zeichnungen in eine “Leopardenzeit” verlegt, um das Archaische und Animalische im Menschen besser darstellen zu können. Zu diesen Zeichnungen, die den Aufbau des Denkmals für einen “Anführer” bis zum Denkmalsturz zeigen, hat der Schriftsteller Dieter Forte einen Text geschrieben, der in die Anfänge der Menschheit zurückgeht. Und jeder weiß, dass die Geschichte bis ins politische Heute voll vom Aufbau und Sturz eines Idols ist.


Marathonlesung

20. + 21. September, je 11.00-17.00 Uhr im Stadtmuseum, Berger Allee 2
Lesung des gesamten Romans "In der Erinnerung"

"Düsseldorf liest ein Buch" ist das erklärte Ziel der Veranstalungsreihe - was ist aber mit denjenigen Literaturinteressierten, die gerne - vielleicht sogar lieber - zuhören? Für sie haben wir uns die Marathonidee, in Kombination mit der des Staffellaufes zu eigen gemacht und bieten eine Lesung auf die lange Distanz an: Ein Wochenende lang werden im Ibachsaal des Stadtmuseums Düsseldorfer Prominente und Kulturschaffende im Wechsel den Roman vorlesen - Seite für Seite. Fortes Sprache in ihrer Dichte und Intensität wird, auf diese Weise vorgetragen, die geschilderte Zeit, die in Trümmer gelegte Stadt eindrucksvoll vergegenwärtigen.
Es lesen unter anderem: Ilse Brusis (Kunststiftung NRW), Marianne Schirge (Kulturamt der Stadt Düsseldorf), Prof. Joseph Anton Kruse (Heinrich-Heine-Institut) und Hans Jürgen Balmes (S.Fischer Verlag).


Literaturgesprächskreise / Diskussionen

Nach der Lektüre des Romans "In der Erinnerung" wird sicher der Wunsch entstehen, sich mit anderen Leserinnen und Lesern über das Buch aus zu tauschen.
Das Literaturbüro bietet einen Literaturgesprächskreis an, in dem verschiedene Aspekte des Romans diskutiert werden können. Mögliche Themen sind: die literarische Darstellung des zerbombten Düsseldorfs; die Bedeutung von regionalen Sujets in der Weltliteratur; die gesamte Romantrilogie; der Autor Dieter Forte.

Daten: 22. + 29. September 2003, 19.00-21.00 Uhr;
Ort: Literaturbüro NRW e.V., Bolkerstr. 53, Düsseldorf
Gesprächsleitung: Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW
Voranmeldung unter 0211-8284590 notwendig.

Das ASG-Bildungsforum bietet einen "Literaturtreff: Aktuelle Bücher im Gespräch" (10 Veranstaltungen, Di 19.00-21.15 Uhr, ASG-Haus, Ackerstr. 90) an, in dessen Rahmen zum Auftakt am 14. Oktober Dieter Fortes Roman "In der Erinnerung" thematisiert wird. Informationen / Anmeldung unter 0211-17400

Die Heinrich-Heine-Universität bietet zum Semesterstart am 15.Oktober, 16.00-18.00 Uhr an: Musikalische Einstimmung: Chansons aus den 40er Jahren, es folgt ein Vortrag zum Thema "Heimatkonzeptionen" u. anschließende Diskussion; Ausklang bei einem Glas Wein.
Vortrag u. Gesprächsleitung: Prof. Wilhelm Gössmann
Veranstaltungsort: Germanistik, Gb. 23-21, Raum 01.24.

Informationen unter 0211-8113004


Düsseldorfer Webreporter auf den Spuren Dieter Fortes
Multimediale Workshops der Stadtbüchereien Düsseldorf in Kombination mit Stadtteilrundgängen der Düsseldorfer Geschichtswerkstatt e.V., in Kooperation mit der Firma digipaed

Historische Rundgänge durch die Stadtteile mit einem Stadtführer der Geschichtswerkstatt sind die Grundlage für eine anschließende Medienwerkstatt, in der sich Jugendliche mit dem Buch "In der Erinnerung" von Dieter Forte auseinander setzen. Unter Anleitung des Medienpädagogen Heiko Walter (digipaed) dokumentieren die Teilnehmer ihre Spurensuche in Bildcollagen und Tondokumenten. Zur inhaltlichen Unterstützung zeigen die Stadtteilbüchereien historische Ausstellungsstücke und Bildmaterial.

Diese geschlossenen Veranstaltungen für Schulklassen finden statt am:

23. September 2003, Stadtteilbücherei Derendorf, Führung: Wulf Metzmacher

30. September 2003, Stadtteilbücherei Oberkassel, Führung: Wulf Metzmacher

07. Oktober 2003, Stadtteilbücherei Flingern, Führung: Susanne Klein

14. Oktober 2003, Stadtteilbücherei Benrath, Führung: Inge Nikolovius

16. Oktober 2003, Stadtbüchereien Zentralbibliothek, Führung: Dieter Jäger

Eine Anmeldung ist nicht möglich!
Bei Interesse können gerne weitere historische Stadtrundgänge durchgeführt werden!!!

Kontakt:
Geschichtswerkstatt Düsseldorf "Zeitmaschine" e.V.
Königsallee 106
40215 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 36 39 29
Fax: 0211 / 36 92 48
Email: buero.bernhard@t-online.de


Literaturverzeichnis

Die Stadtbüchereien Düsseldorf regen mit einem Literaturverzeichnis zur Auseinandersetzung mit dem Roman "In der Erinnerung" von Dieter Forte an. Neben Hinweisen auf Dieter Fortes Werk werden Titel vorgestellt, die zentrale Themen und den historischen Hintergrund des Romans vertiefen. Die vorgestellten Bücher können in den Stadtbüchereien Düsseldorf ausgeliehen werden. Das gedruckte Verzeichnis liegt in allen Stadtbüchereien aus und steht außerdem als pdf-Download auf der Homepage zur Verfügung: www.duesseldorf.de/kultur/buecherei


Geschichte(n) in historischer Straßenbahn:
Roman in der Bahn


Lesung aus „In der Erinnerung“ von Dieter Forte
27. September 2003, 15 Uhr bis 17.30 Uhr
Rundfahrt ab/an Jan-Wellem-Platz
Eintritt 5 Euro (inklusive Kaltgetränk)
Karten-Vorverkauf im Rheinbahn-KundenCenter Heinrich-Heine-Allee
Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt

„In der Erinnerung“ heißt ein Roman von Dieter Forte, in dem die Hauptfigur den Mangel, den Kampf ums Überleben der unmittelbaren Nachkriegszeit erlebt. In beeindruckenden Sprachbildern erscheint das zerstörte Düsseldorf vor dem geistigen Auge des Zuhörers. Buchstäblich nichts ging mehr seit dem Vorfrühling des Jahres 1945. Am 8. März 1945 stellte sogar die Rheinbahn aufgrund der unaufhörlichen Bombardements den Betrieb ein. Ganz langsam erst, Stück für Stück, erhielten die Menschen die Mobilität zurück: Im Juni 1945 fuhren die ersten Straßenbahnen wieder, doch erst 1949 war das komplette Schienennetz intakt.

Das Gefühl, in die Zeit vor fast 60 Jahren zurückversetzt zu sein, wird durch den Ort der Lesung noch verstärkt: Eine historische Straßenbahn fährt auf den Spuren des Romanhelden vom Jan-Wellem-Platz durch die Innenstadt, nach Oberbilk, Flingern, vorbei am Volksgarten, durch Bilk und Friedrichstadt zurück zum Ausgangspunkt.


Ein Buch wandert durch die Stadt

4. Oktober 2003, 15.00 bis 20.00 Uhr
Von der Kö zum Schlossturm

Ganz Düsseldorf liest ein Buch und spricht darüber: junge und alte Menschen, Leseratten und Lesemuffel. Damit noch mehr Düsseldorfer mit von der Partie sein können, wird „In der Erinnerung“ auf die Reise durch die Innenstadt geschickt. Düsseldorf wird symbolisch von Lesern mit ihrem Buch erfasst, „Lesen“ zum haptischen Erlebnis für jedermann.
Um 15:00 Uhr wird die Buchwanderung auf der Kö starten und sich langsam in Richtung Schlossturm bewegen. Auf seiner Reise wird das Buch von „Buchlotsen“ begleitet, die Menschen auf der Straße zum „Mitlesen“ animieren. Jeder Passant kann mitmachen und einige Seiten aus Dieter Fortes „In der Erinnerung“ direkt auf der Straße lesen. Im Anhang des Buches kann sich jeder Leser im wandernden Buch verewigen. Das Buch wird nach seiner Wanderung in den Besitz der Stadtbibliothek übergehen und kann dort weitergelesen werden.


Lesung in der Bunkerkirche

06. Oktober 2003, 20.00 Uhr
Lesung in der Bunkerkirche, Pastor-Klinkhammer-Platz 1, Düsseldorf-Heerdt
Claudia Burckhardt (Düsseldorfer Schauspielhaus) liest aus Dieter Forte: "In der Erinnerung"

Es könnte wohl kaum einen passenderen Ort geben, um aus Fortes Roman zu lesen: Die Bunkerkirche St. Sakrament in Düsseldorf-Heerdt ist ein ehemaliger Luftschutzhochbunker, der widerrechtlich 1942 von den Nationalsozialisten auf Kirchengrund gebaut wurde; er bot ca. 2300 Menschen Schutz.
Nach Kriegsende fehlte am Handweiser eine Kirche. Der damaliger Pfarrer Dr. Carl Klinkhammer hatte die Idee und führte sie gemeinsam mit seiner Gemeinde aus: Drei Bunkergeschosse wurden in eine Kirche umgewandelt, die einzigartig ist in der Welt. Das vierte, unterste Bunkergeschoss aber blieb im Originalzustand mit seinen Zellen, Gängen und der Turmrampe, die zur Versorgung der Bunkerinsassen diente, erhalten.
Das EUROGA-Thema "Krieg und Frieden an Rhein und Maas" war 2002 die Initialzündung, den Bunker, für den Krieg gebaut, als friedliche Begegnungsstätte für Kunst, Musik und Literatur zu öffnen. Heute finden dort regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt.
Weitere Informationen unter www.bunkerkirche.de; Führungen für Schüler und Erwachsene: Anmeldung bei Ulla Sommers, 0211-500410


Abschlussveranstaltung

16. Oktober, 20.00 Uhr im Palais Wittgenstein
Vortrag von Dr. Tilman Spreckelsen (FAZ)
Lesung aus Dieter Fortes neuem Romanprojekt mit Ensemblemitgliedern des Düsseldorfer Schauspielhauses

"Die Sprache verschlagen und wiedergewonnen. Dieter Fortes Prosaprojekt" - unter diesem Titel wird Dr. Tilman Spreckelsen zum Ende der Reihe "Düsseldorf liest ein Buch" dem Phänomenen von Sprachverlust und Wiedererlangen der Sprachfähigkeit in Leben und Werk Dieter Fortes nachgehen. Dr. Spreckelsen studierte in Freiburg Germanistik und Geschichte, promovierte mit einer Arbeit zu Karl Immermann; er arbeitet als Literaturherausgeber und seit 2001 als Redakteur der Frankfurter Allgemeine Zeitung in Frankfurt am Main.
Abschließend und gleichzeitig ausblickend auf die weitere Arbeit Dieter Fortes, lesen Ensemblemitglieder des Düsseldorfer Schauspielhauses aus dem Manuskript seines neuen Romans, der an die Trilogie "Das Haus auf meinen Schultern" anknüpft und im nächsten Jahr im S.Fischer Verlag erscheinen wird.

Begrüßung: Frau Ingrid Bachér - 1. Vorsitzende der Heinrich-Heine-Gesellschaft
Moderation: Prof. Dr. Joseph A. Kruse (Leiter des Heinrich-Heine-Institut)