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"Was macht eigentlich das Literaturbüro?"
Bericht über die Akltivitäten im Jahr 1998



A - Die Schwerpunkte im Jahr 1998
B - Ausblick auf die Tätigkeiten im Jahr 1999
C - Personalia

A - Die Schwerpunkte im Jahr 1998

Das Literaturbüro hat sich im Jahr 1998 schwerpunktmäßig vier
Aufgabenfeldern gewidmet:

1. der Betonung des Stellenwerts von Literatur in der Gesellschaft
2. der Förderung der regionalen Literaturszene
3. der Verbesserung der literarischen Infrastruktur
4. der Beratung in diversen literarischen Fragen


zu Punkt 1:

Durch die Organisation von Lesungen mit international renommierten Autoren trug das Literaturbüro dazu bei, das Bewußtsein der Öffentlichkeit für literarische Fragen zu schärfen. Zu nennen sind hier eine Reihe von Veranstaltungen, die von uns alleine oder mit wechselnden Partnern organisiert wurden:

1.1. die Veranstaltungsreihe "Schweizer Autoren in Düsseldorf" (anläßlich der Buchmesse); Zoë Jenny, Paul Nizon, Thomas Hürlimann und vier Nachwuchsautoren konnten wir im Rahmen dieser Reihe vorstellen;

1.2.- Im Rahmen von "Skandinavien - Kulturdialog mit NRW" konnten wir zwei herausragende dänische Schriftsteller, jeweils im Duo mit einem nordrheinwestfälischen Autor, präsentieren; Inger Christensen gemeinsam mit Barbara Köhler, Peer Hultberg gemeinsam mit Dieter Kühn;

1.3. Die "Literaturkonzerte" im Rahmen des "Niederrheinischen Herbstes" mit Herbert Genzmer (Krefeld/ Berkeley) und Oscar van d. Booghard sowie dem Jazzklarinettisten Theo Jörgensmann fanden an insgesamt sechs Orten (Kempen, Dinslaken, Grevenbroich, Krefeld, Moyland, Nettetal) statt;

1.4. Das größte Projekt im Rahmen des Bücherbummels war die "Literarische Rheinfahrt" mit dem Schaufelraddampfer "Goethe"; rund vierhundert Gäste haben vier Stunden lang einem literarischen Programm gelauscht, das eine Mischung aus älteren Texten (gelesen von Schauspielern) und neueren (gelesen von den Autoren selbst) bot;

1.5. Außerdem präsentierten wir auf dem Bücherbummel Auszüge aus dem im Entstehen begriffenen, literarisch ambitionierten neuen Stück des Theaters der Klänge und veranstalteten für junge Schreibende einen Nachwuchswettbewerb mit einigen Preisen;

1.6. An insgesamt fünf Orten haben wir unkonventionelle, mit Musik und Dia-Shows angereicherte Lesungen veranstaltet mit den diesjährigen Förderpreisträgern des Landes NRW (in der Sparte Literatur) Guido Eckert und Alexander Nitzberg, vom Westen unseres Bundeslandes (Aachen) bis nach Osten (Detmold), mit den Zwischenstationen Köln, Düsseldorf, Essen;

1.7. Lesungen mit jüdischen Autoren fanden im Palais Wittgenstein statt; es lasen Benny Barbasch, Arnon Grünberg, Barbara Honigmann, Alan Isler, Mira Magen, Amos Oz und Raphael Seligmann;

1.8. Das Literaturforum Ost-West, ein jährlich stattfindendes internationales Autorentreffen, hatte diesmal die folgenden Schriftstellerinnen und Schriftsteller eingeladen: Carmen-Francesca Banciu, Ana Blandiana, Barbara Bongartz, Mircea Dinescu, Werner Dürrson, Werner Fritsch, Thomas Hoeps, Dieter Schlesak, Werner Söllner, Petre Stoica und Joachim Wittstock;

1.9. Der wechselseitigen Erhellung der Künste diente eine Pilotveranstaltung im Museum Kurhaus Kleve. Im Rahmen der "Museumslesungen" sollen Schriftsteller vorgestellt werden, die mit ihren Texten eine Korrespondenz herstellen zu den Exponaten der (ständigen oder Sonder-) Ausstellungen. Den Auftakt machte Wilhelm Genazino, der zum Thema "Paare" las und damit auf die gleichnamige Balkenhol-Ausstellung in Kleve reagierte.

1.10. Im Rahmen des Altstadtherbstes haben zwölf Prominente (elf aus Düsseldorf, einer aus Köln) ihre Lieblingsbücher in Auszügen vorgestellt;

1.11. In der Kunstsammlung haben wir Lesungen organisiert, die die Ausstellungen "Die Blaue Vier" bzw. "Max Ernst" literarisch begleiteten; Schauspieler wie Thomas Huber und Michael Prelle lasen Texte u.a. von Klee, Kandinsky und Eluard;

1.12. Den Internet-Usern wurde der Umgang mit Literatur schmackhaft gemacht durch die interaktive Erstellung eines Kriminalromans unter Anleitung des mehrfach preisgekrönten Autors Reinhard Jahn;


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zu Punkt 2:

2.1. Hauptberufliche Autorinnen und Autoren haben in großer Zahl an dem vom Literaturbüro und dem WDR veranstalteten "Leselust"-Wettbewerb teilgenommen; aus den weit über tausend Einsendungen wurden fünfzig ausgewählt, die vom WDR in der Sendung "Mosaik" wöchentlich ausgestrahlt wurden;

2.2. Im Rahmen einer neuen Veranstaltungsreihe im zakk geben wir jeden Monat weniger bekannten Autorinnen und Autoren die Chance, sich dem Publikum vorzustellen; das "Trio Litterario" ist so erfolgreich, daß die Termine bereits bis Januar 2000 vergeben sind;

2.3. Seltener fanden in Zusammenarbeit mit der Theatergemeinde die "Jahreszeiten"-Lesungen im Schnabelewopski stattfinden. Prof. Wilhelm Gössmann machte den Auftakt; Helga Lippelt folgte;

2.4. Die Weiterbildungsseminare des Literaturbüros waren allesamt ausgebucht, teilweise lagen weit mehr Anmeldungen vor, als berücksichtigt werden konnten; vor allem das Seminar "Autoren treffen Lektoren" war sehr begehrt, aber auch das "Dramaturgen-", das "Kabarett"- und das Rechtsberatungsseminar waren erfolgreich;

2.5. Wegen kurzfristiger Absage der ausgesuchten Autorin mußte im Jahr 1998 dagegen auf die Realisierung des "Kurgastdichter"-Projektes verzichtet werden;


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zu Punkt 3:

Eine Reihe von Projekten, die im Jahr 1999 realisiert werden können, wurden arbeitsintensiv im Jahr 1998 vorbereitet.

3.1. Ab 1999 wird das Literaturbüro die Arbeit von literarischen Übersetzern stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. Den Beginn bilden Begleitveranstaltungen zu einer Ausstellung der Düsseldorfer Zentralbibliothek über literarische Wegbereiter Europas. Auf unsere Anregung hin traf sich regelmäßig eine Arbeitsgruppe aus Stadtbücherei, Übersetzerkollegium Straelen und dem Studiengang Literarisches Übersetzen; es ist uns gemeinsam gelungen, sowohl eine hochkarätig besetzte Eröffungsveranstaltung (G.-A. Goldschmidt, K. Junker MdEP) als auch eine Reihe von Begleitveranstaltungen zu organisieren. Außerdem trifft sich eine Gruppe von Übersetzern dreimal jährlich in unseren Räumen, um über spezifische Probleme zu beraten.

3.2. Ab April soll monatlich ein Kalender erscheinen, der möglichst viele literarischen Veranstaltungen in Düsseldorf erfaßt und somit für Leser/Zuhörer wie für Veranstalter einen, wie zahlreiche Anrufe zeigen, dringend erwünschten Service leistet. Die Finanzierung soll über Anzeigen erfolgen, eventuell auch über städtische Mittel.

3.3. Bei der Erstellung eines solchen Kalenders entsteht der sehr beabsichtigte Nebeneffekt, daß die Veranstalter auf Terminkollisionen hingewiesen werden können. Einer ersten Koordinierung diente auch das Veranstaltertreffen, zu dem wir in die Räume des Literaturbüros eingeladen hatten;

3.4. Ebenfalls koordinierend, aber auch überhaupt Kenntnis ermöglichend wirkte die erste niederrheinische Literaturkonferenz, zu der das Literaturbüro rund fünfundzwanzig Personen und Institutionen eingeladen hatte, die auf unterschiedliche Weise für das literarische Leben der Region von Bedeutung sind. Die Informationen über deren Aktivitäten sammeln wir zur Zeit, um sie dann auf Wunsch zur Verfügung zu stellen.


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zu Punkt 4:

Weiterhin besteht ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit des Literaturbüros in der Beratung. Schreibende suchen telefonisch oder persönlich Rat beim Umgang mit Verlagen oder wünschen Anschluß an Schreibgruppen; unterschiedlichste Institutionen fragen in literarischen Angelegenheiten an. Oft können wir weiterhelfen (etwa bei der Suche eines Veranstalters nach einem Autoren, der ein bestimmtes Anforderungsprofil erfüllen soll, beispielsweise für Gefängnislesungen), manchmal aber auch nicht (so bei der gern gestellten Frage nach der privaten Telefonnummer von Marcel Reich-Ranicki). Ein Zeichen der Wertschätzung der Arbeit des Büros dürfte auch darin zu sehen sein, daß mittlerweile alle festangestellten Mitarbeiter in literarischen Jurys mitarbeiten.


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B - Ausblick auf die Tätigkeiten im Jahr 1999

Zur Zeit (22.02.1999) ist über die Anträge des Literaturbüros an das Ministerium für Arbeit, Soziales, Stadtentwicklung, Kultur und Sport sowie an den Literaturbeirat der Stadt Düsseldorf noch nicht entschieden worden, so daß nicht klar ist, welche der geplanten Aktivitäten realisiert werden können. Da das Literaturbüro weiterhin über keinen eigenen Programmetat verfügt (ein Zustand, der die Arbeit unendlich erschwert, ein Jonglieren mit einer Reihe von unbekannten Faktoren erfordert und spontanes Handeln unmöglich macht; kurz: ein Zustand, der auf Dauer kaum hinnehmbar ist), stehen die folgenden Planungen unter Finanzierungsvorbehalt.

1. Die Zusammenarbeit mit den Instituten bzw. Kulturwirtschaftsbetrieben der Landeshauptstadt wird immer enger: in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtheater und der Clara-Schumann-Musikschule wird ein Theaterstück entstehen, in dem Buchstaben die Hauptrolle spielen. Das Literaturbüro wird Autoren aussuchen, die einen geeigneten dramatischen Text verfassen werden. Alle Projektpartner sind bemüht, dieses Projekt auch finanziell zu realisieren.

2. Die Tonhalle hat ihre Bereitschaft erklärt, das musikalische Programm durch ein literarisches Programm zu ergänzen. Nach dem Vorbild unserer Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung (die in diesem Jahr natürlich fortgesetzt wird) werden wir Lesungen und Diskussionen konzipieren und organisieren.

3. Kinder- und Jugendbuchautoren stellen wir vor im Rahmen des Beiprogramms zur "Buchwerkstatt", die das Kunstmuseum präsentiert.

4. Ein renommiertes literarisches Projekt soll wiederbelebt werden: in Zusammenarbeit mit Niklas Stiller planen wir die Reanimation der "Litfaß"-Literatur, die seinerzeit bundesweit Aufsehen erregt hat. Die finanzielle Realisierung ist erst zum Teil gesichert.

5. Als Vorläuferaktion dazu dient die Plakatierung von Texten, die deutsche Autoren auf Initiative des Literaturbüros exklusiv für die Obdachlosenzeitschrift fiftyfifty geschrieben haben. Zur Zeit liegen Texte u.a. von Günter Kunert und Robert Gernhardt vor.

6. Ebenfalls wiederbelebt werden wird ab April das Literaturtelefon, allerdings mit anderen technischen Voraussetzungen und unter Einbettung in ein Gesamtkonzept "Autor des Monats", das zusätzlich Präsentation im Internet und im "Literadio" bei Antenne Düsseldorf vorsieht. Diesbezügliche Gespräche mit dem VS, dem Medienzentrum und RP-Online waren erfolgreich.

7. Die oben erwähnte Reihe von "Museumslesungen" (s. 1.9.) soll etabliert werden; geplant ist eine Zusammenarbeit mit dem Museum Kurhaus Kleve, Schloß Moyland, dem Museum Abteiberg, der Kunstsammlung NRW, dem Plakatmuseum Emmerich und dem Neandertalmuseum. Erhofft wird eine Kofinanzierung aus Mitteln der regionalen Kulturpolitik.

8. Im Rahmen des "Niederrheinischen Herbstes 1999" sollen Träger von literarischen Förderpreisen aus der Region Niederrhein auf eine Lesereise ("Literaturkonzerte") geschickt werden; für die Finanzierung gilt Ähnliches wie für Punkt 7. In beiden Fällen müssen Gelder für einen Werkvertrag beantragt werden; es bietet sich an, einen der besten Kenner der Region, den Krefelder Lesungsveranstalter Thomas Hoeps mit Organisation und Durchführung zu betrauen.

9. Im Rahmen des Weiterbildungsprogramm für Autoren werden wir diesmal Seminare über Drehbuchschreiben, zum Sprechtraining und zur Praxis von Schreibwerkstättenleitern anbieten.

10. Voraussichtlich wird das Literaturbüro an der Planung und Durchführung der diesjährigen "Nacht der Poeten" in der Kö-Galerie beteiligt sein; wenn dies klappt, werden wir durch Lesungen von Autoren aus Nachbarländern Deutschlands zeigen, daß Europa mehr ist als nur eine einheitliche Währung.

11. Das andere Highlight des letztjährigen Bücherbummels, die literarische Rheinfahrt, kann dagegen dieses Jahr leider nicht stattfinden, da die Köln-Düsseldorfer Schiffahrtsgesellschaft den Schaufelraddampfer andernorts einsetzt

12. Das Kulturfest der städtischen Institute (Anfang September 1999) wird mit Lesungen angereichert sein, die das Literaturbüro organisiert.

13. Im zakk werden wir neben dem bewährten "Trio Litterario" auch eine lange Nacht der Düsseldorfer Literatur veranstalten.

14. Eine neue Veranstaltungsreihe soll monatlich Neuerscheinungen von Düsseldorfer Autorinnen und Autoren präsentieren, zu einem festen Zeitpunkt an einem festen Ort.

15. Zum Goethe-Geburtstag soll eine Tagung stattfinden, auf der Schriftsteller über ihre sehr persönliche Beziehung zu Goethe berichten sollen. Gedacht ist u.a. an D. Kühn, Hj. Ortheil und A. Schimmel.

16. Ebenfalls zu den Goethe-Feierlichkeiten trägt ein weiteres mit RP-Online geplantes Projekt bei; Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sollen auf der täglich aktualisierten Website dieses Anbieters einen ihnen wichtigen Goethe-Text vorstellen.

17. Im Ost-West-Forum, das erneut vom Literaturbüro mitorganisiert wird, werden dieses Jahr tschechische und deutsche Schriftsteller einen öffentlichen Dialog miteinander führen.

18. Wie 1998 möchten wir auch in diesem Jahr wieder Schriftsteller aus dem Gastland der Frankfurter Buchmesse einladen; diesmal werden das ungarische Autoren sein.

19. Auf der Leipziger Buchmesse werden wir zusammen mit den Literaturbüros aus Detmold, Gladbeck und Unna mit einem eigenen Stand vertreten sein.

20. Anläßlich des Puschkin-Jubiläums hat eine Arbeitsgruppe, zu der wir gehören, ein Programm erstellt, das über wissenschaftliche Vorträge und Ausstellungen bis hin zu einem Autorenaustausch zwischen Düsseldorf und der Partnerstadt Moskau reicht.

21. Für das Jahr 2000 sind drei Projekte angedacht. Das erste nimmt Bezug auf die dann anstehenden Bach-Feierlichkeiten; in Zusammenarbeit mit (u.a.) dem Komponisten und Henze-Schüler David Graham soll ein Bühnenwerk über Bachs letzte Reise nach Potsdam entstehen; Dramatiker, die das Literaturbüro aussucht, sollen Texte liefern, auf die zeitgenössische Komponisten musikalisch reagieren. Natürlich sind in diesem Stadium der Gespräche noch keine Einzelheiten festgelegt.

22. Im Jahr 2000 wird Polen Gastland der Buchmesse in Frankfurt sein. Das Literaturbüro ist eng eingebunden in eine Arbeitsgruppe, die bereits jetzt die Lesungen mit polnischen Autoren in ganz NRW koordiniert.

23. Ein anderes Land, das sich im nächsten Jahr durch kulturelle Aktivitäten in Deutschland stärker profilieren möchte, ist Japan. Es liegt nahe, daß Düsseldorf mit seiner großen Zahl japanischer Einwohner hier aktiv werden sollte. Die ersten Kontakte sind geknüpft.

24. Intensiv suchen wir weiterhin nach einem Veranstaltungsraum, der mit dem Literaturbüro identifiziert wird. Wir sind bei jeder Veranstaltung gezwungen, in Räume zu gehen, die anderen Veranstaltern gehören und in der öffentlichen wie medialen Wahrnehmung mit diesen Organisationen gleichgesetzt werden. Darunter leidet notgedrungen die Identifizierbarkeit der Literaturbüro-Aktivitäten. So gerne wir mitunter auch in andere Räume gehen (des Heine-Instituts, der Stadtbücherei, des Schnabelewopski, der Johannes-Kirche etc.) - auf Dauer sollte ein eigener Ort gefunden werden.


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C - Personalia

Seit dem 1.1.1998 leitet als Nachfolger von John Linthicum der Bonner Literaturwissenschaftler und -kritiker Michael Serrer das Literaturbüro. Herr Serrer (Jg. 1960) hat vorher an der Universität Bonn gelehrt und als freier Kritiker (u.a. für die Neue Zürcher Zeitung) gearbeitet.
Seit dem Ausscheiden von Hella Neukötter zum 31.08.1998 arbeitet Maren Jungclaus halbtags im Literaturbüro. Die Komparatistin Frau Jungclaus (Jg. 1969) war vorher im Bonner Haus der Sprache und Literatur beschäftigt.
Eine halbe Mitarbeiterinnenstelle blieb vier Monate lang unbesetzt, da die dadurch freiwerdenden Mittel für die dringend notwendige Renovierung benötigt wurden. Leider ist durch den unvorhersehbaren Abbruch der Arbeiten seitens des Handwerkers die Renovierung noch nicht abgeschlossen. Mittlerweile ist ein Anwalt eingeschaltet.
Seit dem 1.1.1999 ist auch die zweite halbe Mitarbeiterinnenstelle besetzt, durch die Medienwissenschaftlerin Heike Pfannenschmidt. Frau Pfannenschmidt (Jg. 1972) hat im Frühjahr 1998 bereits als Praktikantin drei Monate lang im Literaturbüro gearbeitet.
Es sollte an dieser Stelle ausdrücklich betont werden, daß das Literaturbüro seine Aufgaben nur durch die Mitarbeit der durchweg unbezahlten und dennoch hochmotivierten Praktikanten erfüllen konnte.
Im Laufe des Jahres 1998 ist Herr Serrer zum Mitglied im Literaturbeirat der Stadt Düsseldorf ernannt worden; außerdem vertritt er die Sektion Literatur im Kulturrat NRW.
Frau Jungclaus gehört einer Jury an, die den Literaturpreis der Stadt Viersen verleiht.
Frau Pfannenschmidt arbeitet als Jurorin für den Literaturpreis der Stadt Dormagen.


Düsseldorf, den 22.02.1999

Michael Serrer
Leiter des Literaturbüros NRW e.V.


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